Wer ist Yongey Mingyur Rinpoche?
Yongey Mingur Rinpoche ist ein buddhistischer Meditationsmeister, der im Himalaya aufgewachsen ist und mehrere Bestseller geschrieben hat. Seit seiner Jugend fasziniert ihn die Wissenschaft. Er hat an zahlreichen Studien führender Neuroforscher teilgenommen und verbindet in seinen Lehren die Essenz buddhistischer Meditation mit neuesten Erkenntnissen aus der Hirnforschung. Ihn zeichnet seine humorvolle, leichte Art aus, mit der er Menschen in aller Welt erreicht.
Was die Lehren von Mingyur Rinpoche so besonders macht
Authentische Tradition
Alltagstaugliche Praktiken
Verbindung zur Wissenschaft
Sein Weg

Kindheit im Himalaya
In seiner Kindheit litt Yongey unter schweren Panikattacken. Fremde Menschen und die Stürme im Himalaya bereiteten ihm schreckliche Angst. Um die Panik loszuwerden, bat er seinen Vater, ihm das Meditieren beizubringen. Schritt für Schritt lernte er, sich mit seinen Ängsten anzufreunden – eine Erfahrung, die ihn maßgeblich prägte.
Traditionelle Ausbildung im Kloster
Im Anschluss, mit 17, wurde er prompt eingeladen, das nächste Drei-Jahres-Retreat als Lehrer zu begleiten - eine Position, wie sie nur selten einem so jungen Mönch angeboten wird. In den folgenden Jahren schloss Mingyur Rinpoche das traditionelle buddhistische Studium der Philosophie und Psychologie ab.


Gründung von Tergar
Um die positiven Effekte des Meditierens mit der Welt zu teilen, hat Mingyur Rinpoche 2009 Tergar International ins Leben gerufen - eine gemeinnützige Organisation, die in Minneapolis in den USA sitzt. Sie macht Menschen aller Glaubensrichtungen und kulturellen Hintergründe das Meditieren zugänglich.
Über die Jahre ist die internationale Gemeinschaft gewachsen. In mehr als 30 Ländern kommen Menschen unter dem Dach von Tergar zusammen, um gemeinsam zu praktizieren. In Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet Tergar e.V. sowohl die säkularen als auch buddhistische Programme von Mingyur Rinpoche in deutscher Sprache an. Hier bekommst du einen genaueren Überblick über die Angebote von Tergar: Mehr über den Lernpfad
Viereinhalb Jahre auf Wanderschaft
Er hatte keinen Plan, wo er schlafen würde, nahm weder Smartphone noch Zahnbürste mit sich. Mingyur Rinpoche bettelte um Nahrung, lebte auf den Straßen Indiens und in Höhlen im Himalaya. Durch eine Nahtod-Erfahrung kam er zu tiefen Einsichten in die Natur des Geistes. In seinem Buch Auf dem Weg gibt er einen Einblick in die Erkenntnisse, zu denen er auf seiner viereinhalb Jahre dauernden Wanderschaft gekommen ist.

Seine Bücher

Buddha und die Wissenschaft vom Glück

Auf dem Weg

Heitere Weisheit

Werde ruhig wie ein tiefer See

Brücke zwischen Buddhismus und Wissenschaft
Mingyur Rinpoche interessierte sich schon in jungen Jahren für Wissenschaft. Als 19-jähriger nahm er an einer Konferenz des Mind & Life Instituts teil, das den Dialog zwischen moderner Wissenschaft und kontemplativen Weisheitstraditionen fördert. Dort begegnete er Hirnforscher:innen, Psycholog:innen und Physiker:innen. Die Gespräche weckten sein tiefes Interesse an der westlichen Forschung.
Auf Vorschlag des Dalai Lama wurde er 2002 an das Waisman-Institut für Hirnforschung im US-amerikanischen Wisconsin-Madison eingeladen. Dort untersuchte ein Forscherteam um Richard Davidson und Antoine Lutz, wie sich Meditation auf das Gehirn auswirkt, wenn man über viele Jahre intensiv meditiert. Mingyur Rinpoche war der perfekte Proband: Er hatte zu diesem Zeitpunkt weit über 10.000 Stunden seines Lebens mit formeller Meditation verbracht.
Blick ins Gehirn des Meditationsmeisters
Die Forscher staunten nicht schlecht: Die Gehirne von Mingyur Rinpoche und sieben anderen Langzeitmeditierenden wiesen in den EEG-Untersuchungen außergewöhnlich starke Gamma-Wellen auf - ein Zeichen für geistige Klarheit und Konzentration. Und dieser Zustand war nicht nur vorübergehend. Wer über viele Jahre intensiv meditiert, verändert die neuronalen Strukturen und Funktionsweisen seines Gehirns nachhaltig, so das Fazit der Forscher. Sie publizierten eine wegweisende Studie, die unter anderem in National Geographic und dem Time Magazine zitiert wurde.
Es folgten weitere Untersuchungen. Antoine Lutz und Richard Davidson konnten mit Hilfe von fMRT-Scans beispielsweise zeigen, dass sich Empathie und Mitgefühl durch Meditation gezielt trainieren lassen. Mingyur Rinpoche stellte sich auch hier als Proband zur Verfügung. Sein Gehirn ist so gut untersucht wie kaum ein anderes. In einer Einzelfallstudie zeigte sich, dass das Gehirn des Meditationsmeisters sehr viel langsamer altert, als es Wissenschaftler erwartet hätten.
Bis heute unterstützt Mingyur Rinpoche die Neuroforschung. Er berät den europäischen Ableger des Mind & Life Instituts, das daran interessiert ist, die Kultivierung von Gewahrsein und Mitgefühl in die moderne Psychologie und Gesellschaft zu übertragen. Außerdem steht er im engen Austausch mit dem Center for Healthy Minds, das aus dem Waisman-Institut in Wisconsin-Madison hervorgegangen ist. In seinen Vorträgen und Workshops flechtet Rinpoche immer wieder neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft ein.
Meditation kann das Wohlbefinden und die mentale Gesundheit unterstützen, ersetzt aber keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei psychischen Belastungen wie Depression, Angststörungen oder akuten Krisen wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Psychotherapeuten.
“Glücklichster Mann der Welt”
Wenn Mingyur Rinpoche über Einsamkeit, Klimawandel und Künstliche Intelligenz spricht, wird klar, dass Meditation nichts mit einer Abkehr von der Welt zu tun hat. Im Gegenteil: Er zeigt einen Weg auf, wie Menschen durch das Schulen von Gewahrsein, Mitgefühl und Weisheit den Herausforderungen unserer Zeit begegnen können. Echtes Glück, so seine Botschaft, hängt nicht von äußeren Umständen ab. Jeder Mensch kann es durch kleine, tägliche Gewohnheiten kultivieren.
Häufige Fragen
Diesen Titel haben ihm Medien wie Forbes und die New York Times zugeschrieben. Sie beziehen sich auf wissenschaftliche Studien, an denen Mingyur Rinpoche teilgenommen hat. Bei Mitgefühlsmeditation etwa zeigte sein Gehirn eine außergewöhnlich hohe Aktivität.
Ja. Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse, um mit dem Meditieren zu beginnen. Über Kurse wie Anytime Anywhere Meditation und das Joy of Living-Programm lernst du Schritt für Schritt, wie du dich mit Gewahrsein, Mitgefühl und Weisheit verbindest.
Nein. Die Wurzeln der Lehren, die Mingyur Rinpoche und Tergar vermitteln, liegen zwar im tibetischen Buddhismus. Aber Anytime Anywhere Meditation und das Joy of Living-Programm sind rein säkular gestaltet und stehen Menschen unabhängig von der Frage ihres Glaubens offen.
Ja, der gemeinnützige Verein Tergar e. V. macht die Lehren von Mingyur Rinpoche in deutscher Sprache zugänglich - sowohl online als auch vor Ort (Übersicht über Kurse & Events). Die Meditationskurse werden von zertifizierten, deutschsprachigen Lehrpersonen geleitet.
„Rinpoche“ ist ein tibetischer Ehrentitel und bedeutet übersetzt so viel „wertvoller Meister“. Er wird Menschen verliehen, die als Inkarnation früherer Meditationsmeister angesehen werden.
Für den Einstieg ins Meditieren empfiehlt sich Buddha und die Wissenschaft vom Glück - dort bekommst du praktische Anleitungen und Einblick in wissenschaftliche Hintergründe. Wenn du dich eher für den Menschen Mingyur Rinpoche und die spirituelle Dimension des Buddhismus interessierst, nimm Auf dem Weg. Dort berichtet Rinpoche von seinen Erfahrungen auf seinem viereinhalbjährigen Wanderretreat.
Rinpoches Lehren selbst erfahren
Mingyur Rinpoche hat mit Anytime Anywhere Meditation und mit Joy of Living ein Meditationsprogramm entwickelt, das für alle zugänglich ist. Finde heraus, welcher Einstieg zu dir passt.
